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CONCERT REVIEWS
THE BOBS
Deutsch Die folgenden Kritiken sind auf Deutsch:
Pforzheimer Zeitung
20.11.2000
 
Pforzheimer Kurier 
20.11.2000
Weser Kurier 
21.07.2000
english language the following reviews are in English:
Egg 
Summer '97
St. Louis Post-Dispatch
October 31,1997

 

Pforzheimer Zeitung - 20. November 2000
Annäherungsversuche im Waschsalon
Das amerikanische Quartett "The Bobs" gastierte im Pforzheimer Kulturhaus Osterfeld
A-cappella-Musik "at its best" bekamen die Besucher des Pforzheimer Kulturhauses Osterfeld am Samstag serviert.
Im Rahmen der Reihe "A cappella 2000 - Internationale Highlights im Osterfeld" gastierte das amerikanische Quartett "The Bobs" in der Goldstadt und faszinierte die leider viel zu wenigen Besucher mit einer abwechslungsreichen und kurzweiligen Show, bei der es nicht nur viel zu hören, sondern auch einiges zu lachen gab.
Das seit 1981 bestehende Quartett besticht in erster Linie durch seine unkonventionelle Art der Darbietung. Denken viele Musikliebhaber bei dem Stichwort a cappella zuerst an Formationen wie die legendären "Manhattan Transfer", die "Comedian Harmonists" oder die weitaus jüngeren "Flying Pickets", so fallen "The Bobs" völlig aus dem konventionellen Rahmen. Auch wenn die vier Vokalisten Amy Engelhardt, Joe Finetti, Richard Greene und Matthew Stull in ihrem knapp zweistündigen Programm auch die eine oder andere Jazz- oder Popkomposition wie "Caravan", "Fever" oder Joe Cockers "Unchain my heart" integriert haben, so lebt die Show des humorigen Vierers doch in erster Linie von den spaßigen Texten und ebenso lustigen Darbietungen, mit denen "The Bobs" ihr Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen. Ganz gleich ob das Quartett nun über Annäherungsversuche im Waschsalon singt, in bester Hip-Hop-Manier über die Persönlichkeitsprobleme eines jungen Rappers berichtet oder das Publikum in einer munteren Mitmachnummer auf beste Partylaune einschwört - immer haben "The Bobs" die Lacher auf ihrer Seite. Auf immer wieder erfrischende Weise gelingt es dem flotten Vierer skurrile Geschichten zu erzählen und diese auch lautmalerisch so faszinierend zu untermalen, dass man bei geschlossenen Augen zeitweise den Eindruck gewinnen könnte, ein ganzes Orchester würde da auf der Osterfeld-Bühne für den satten Sound sorgen.
Richard "Bob" Greene, dessen erotisch tiefe Stimme die des legendären Barry White noch um Längen zu schlagen scheint, weckt mit seinem sonoren Bass immer wieder ein wohliges Kribbeln im Bauch. Joe "Bob" Finetti indes besticht als fulminanter Multiinstrumentalist, der mit seinem Mund mal furiose Schlagzeugklänge erzeugt um nur Augenblicke später als Trompeter oder Posaunist im Rampenlicht zu stehen. Aber auch Amy "Bob" Engelhardt und Matthew "Bob" Stull wissen im Bläsersatz von "The Bobs" zu bestehen und tragen ihren Teil dazu bei, dass die A-cappella-Stücke volumig und rund klingen. Doch nicht nur als vermeintliche Bläser und Rhythmiker setzten Amy Engelhardt und Matthes Stull Akzente: Die beiden Vokalisten mit ihren glänzend ausgebildeten Stimmen, die sowohl klassische Stücke als auch Rock- und Poptitel sauber zu interpretieren verstehen, stehen als Frontsänger von Anfang an im Mittelpunkt des Bühnengeschehens und haben mit ihrer locker leichten Art schnell die Herzen der Besucher erobert. "The Bobs" beweisen bei ihrem Auftritt, dass es nicht unbedingt großer orchestraler Besetzungen bedarf, um ein ausgereiftes Konzert mit Pfiff zu präsentieren. Die vokalistischen Multiinstrumentalisten schaffen es vielmehr mit Fantasie, Kreativität und Cleverness, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Spätestens wenn das vierköpfige Ensemble seine powervolle Interpretation von "Purple Haze" mit ausgedehntem Gitarrensolo von der Bühne schmettert, steht fest: "The Bobs", das ist A-cappella-Musik, die Spaß macht und unterhält. - Ralf Recklies

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Pforzheimer Kurier - 20. November 2000
Tiefes Grollen aus den vorderen Zehenspitzen
A-cappella-Musik skurriler Art mit The Bobs / Kurier präsentierte Konzert der Extraklasse
Mitglieder einer A-cappella-Band haben gegenüber anderen Musikern einen großen Vorteil. Sie brauchen viel weniger Gepäck und haben doch immer ihre Instrumente dabei. Das verringert zumindest einmal den Aufwand der Reise, die die Gesangsformation The Bobs von der amerikanischen Westküste ins herbstlich-kalte Pforzheim unternommen hatte. Der Pforzheimer Kurier präsentierte die Sänger am Samstagabend im Kulturhaus Osterfeld.
Erstaunlicherweise heißen alle Bandmitglieder - auch die Dame im Quartett - mit zweitem Vornamen Bob. Doch das ist nicht das einzige, was The Bobs gemeinsam haben: Sie verfügen allesamt über ausgezeichnete Stimmen von außerordentlicher Variabilität und einer Vielzahl von Oktaven. Das reicht vom Sopran der Sängerin Amy Bob bis hinunter zum tiefsten Bass von Richard Bob. er produziert Töne, die aus den Tiefen der vorderen Zehenspitzen den gesamten Körper empor zu grollen scheinen und den ganzen Saal zum Vibrieren bringen. Zudem können die vier eine ganze Menge en Instrumenten imitieren, von Bläsersätzen über Schlagzeug bis zum Waschbrett.
In den Staaten haben die vier, die seit den achtziger Jahren zusammen singen, Kultstatus, Pressestimmen überschlagen sich. Sogar zu einer "Grammy"-Nominierung, dem amerikanischen Musik-Oscar, habe es The Bobs schon gebracht. Das Repertoire des Quartetts aus Los Angeles und Seattle ist reichhaltig, wie man es nur selten bei A-cappella-Gruppen hört. Zwar präsentieren sie auch einige Songs, die für diese Art Musik fast schon als Klassiker gelten, wie etwa das spannungsreiche "Fever". Ein Leckerbissen war auch der Doors-Song "Light My Fire", von den Bobs freilich dargeboten in Form eines englischen Madrigals aus dem 16. Jahrhundert.
Doch ihre größte Stärke liegt eindeutig in einem Bereich, den man hier zu Lande wohl in die Sparte "musikalisches Kabarett" einordnen würde. Die Lieder, die aus ihrer eigenen Feder stammen, sind voll von schwarzem Humor, witzigen Pointen und Parodien. Nicht umsonst heißt es, sie würden so singen, wie Gary Larson zeichnet.
Unterlegt mit ihrem volltönenden Gesang gaben sie Liedtexte und Ansagen zum Besten, die voll skurrilem Humor, witzigen Anspielungen und spaßigen Wortspielen waren.
Wobei allerdings auch ein gewisses Problem lag. Denn außer dem schönen Satz "Ich liebe das Reinheitsgebot" sprechen die vier so gut wie kein Deutsch. So entging demjenigen Publikum, das des Englischen nicht ausgesprochen gut mächtig war, bei allem musikalischen Genuss doch so einiges. Für die anderen - auch einige Amerikaner saßen im nicht vollbesetzten Zuschauerraum - war es ein rundum gelungener Abend voll witziger Unterhaltung der absoluten Extraklasse. - Jörg Hügel

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Weser Kurier - 21. Juli 2000
Mit Krishna durch die Gershwin-Kurve

Originale des unbegleiteten Gesang: Die A-cappella-Legende "The Bobs" gastierte im Schlachthof

Jede Epidemie hat ihren Erreger. Nun ist der A-cappella-Gesang nicht gerade mit einer Seuche vergleichbar, doch wer schon einmal das US-Quartett "The Bobs" erlebt hat, kann sich vorstellen, warum es seit 19 Jahren und mittlerweile zehn Alben Scharen derartiger Ensembles beeinflusst hat. Im Rahmen der Reihe "Vocal Heroes" im Schlachthof demonstrierte die "New Wave a cappella"-Truppe, was sie zu Originalen des unbegleiteten Gesangs macht.
Unbegleitet? - ach was! Wenn es sein muss, zaubern "The Bobs" mit ihren  Stimmen ganze Orchester auf die Bühne. Was Richard Greene, Matthew Stull, Joe Finetti und Amy Engelhardt jedoch zu einer der komplettesten A-cappella-Formationen macht, ist ihre Vielseitigkeit. Sie müssen sich nicht um komische Show-Elemente bemühen, denn ihr herrlich trockener Humor ist angeboren. Ihre Chorsätze und Instrumental-Simulationen sind perfekt, die Cover-Songs clever arrangiert, mit Myriaden kleiner Stimm-Gags durchsetzt und nicht an die typischen Genres gebunden. Und schließlich: "The Bobs" zählen zu den ganz wenigen Vertretern ihrer Zunft, die neben der brüllkomischen Parodie von Evergreens auch die Kunst beherrschen, ausgezeichnete Stücke mit reichlich durchgeknallten Texten (wie die New-Age-Verulkung "Slow down, Krishna") zu schreiben - eine Aufgabe, die vor allem vom Bass Greene übernommen wird.
Die Kombination dieser Elemente macht einen Auftritt der Bobs zum atemberaubenden Ritt durch die Facetten der Vokalmusik. Da verwandelt sich der Vierer beim Ray Charles-Klassiker "Unchain my heart" allmählich in eine aufgekratzte Latino-Percussion-Truppe, nimmt mit "Summertime" wild die Gershwin-Kurve und muss hilflos mit ansehen, wie sich Tenor Finetti abwechselnd in einen wilden Trompeten-Solisten oder einen Funk-Drummer verwandelt. Unterdessen zeigt Sängerin Amy, wie eine Rock-Gitarre richtig jault und eine Amerikanerin im "Wördö Brämen"-Trikot mit herrlichstem Akzent die Aufforderung zum Durchdrehen eins zu eins übersetzt: "Entschuldigen Sie, können Sie Rock mit mir?" Zwischen einer rasendschnellen, vertrackten Version des Beatles-Songs "Helter Skelter" und einer Art Marching-Band-Variante von "Caravan" legen Bass Greene und Tenor Finetti mal eben eine reichlich abgedreht-melancholische "Free-Jazz"-Einlage hin, die sogar schön klingt. Würde ein imaginärer Vogel bei der Rock 'n' Roll-Version von "Psycho Killer" vielleicht noch herumflattern - mit der Bobs-Interpretation von "Light my Fire" ist er garantiert abgeschossen: Denn die Idee, den Doors-Hit in einer traditionellen Madrigalform der Renaissance zu singen, ist einfach umwerfend. Ein durch und durch aufregendes Konzert.
(André Hesel)

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Egg - Summer '97
The Throat Singers of Berkeley

Sitting in limbo ... I mean Orono ... recently, listening to The Bobs, I was reminded of the fable about the blind men and the elephant. Each man touched a different part of the elephant - tail, trunk, leg, tusk - and got a completely different idea about the animal. What would these blind men, I wondered, think about The Bobs, not your traditional vocal group? The quartet [...] had started off their concert at UMO singing Unchain My Heart, when suddenly a jazz trumpet solo issued forth.
A trumpet solo, a cappella? And who was playing the maracas? Plus, as the concert continued, who was playing all those other instruments? A blind person in the audience had to be asking, "Is this really an a cappella group?" In a word, no. Call it odd cappella. With electronic drums, pedal steel guitar, electric guitar solos, and other strange noises, all done solely with microphones ad vocal pyrotechnics. [...]
... you always know at a Bobs concert that 1) you'll hear something you've never even imagined - this time for me, a traditional English madrigal version of The Doors' classic Light My Fire [...] And 2), from time to time during the show, the four will get into group discussions, and it's like they've forgotten the audience is even there. I've never seen this with any other band.
At UMO, Joe said two great things before the intermission - first, telling people in the audience unfamiliar with The Bobs, "Don't be frightened," and then, his seemingly heartfelt comment, "If we get too slick or professional for you, please stop us." That first part of the show closed with Matthew singing Mr. Duality, his split personality rap song "because we heard [Bangor] was a big rap community." And a spirited ensemble version of the old Louis Jordan classic Ain't Nobody Here But Us Chickens. [...]
The second half of the show proceeded along similar (eclectic) lines, with a spirited mix including Helter Skelter, their best-known cover along with Psycho Killer; the Duke Ellington tune Caravan; a "Gothic doo-wop song" about working at the Post Office; the group's 'message song' Spontaneous Human Combustion; and a fine version of Particle Man - originally done, I was informed by the man is seat K-23, by They Might Be Giants. [...]
Also, in yet another unexpected announcement, Matthew requested that any of the several a cappella groups scattered through the audience might reverse the tables and entertain The Bobs, at a post-concert concert to be held out in the lobby.
For the grand finale, Purple Haze, Joe incited the crowd with his best Caspar (the Friendly) Milquetoast voice, asking, "Are you prepared to rock?" But before proceeding, Matthew handed his mike to a woman in the audience who had a question. "This isn't going to be like Light My Fire, is it?" In a word, no. More like - although it sounds unlikely - a cappella Hendrix, including distortion, feedback, wild flailing, and everything a great guitar solo needs except an actual guitar.
A large portion of the subscription audience, new to witnessing The Bobs, seemed stunned, but others of us had expected as much. We'd seen Joe last year at the Left Bank, as Eric Clapton doing White Room. So why shouldn't he also be Hendrix?
All of which led to a rousing standing ovation and, for the encore, a kind of Andrew Sisters arrangement of the old Bobs' favorite Cowboy Lips. Then we moved out into the lobby, which is a whole different story.[...]

Kick yourself if you missed The Bobs.

- Richard Sassaman

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St. Louis Post-Dispatch October 31,1997
When The Bob, Bob, Bobs Go Bob, Bob, Bobbing Along...

... Prepare to be amused, entertained and surprised

The only bad thing about attending a concert by The Bobs is trying to explain the experience to your friends the next day. My friend Will, for example, seeing The Bobs for the first time called them "a cappella B-52s."
I usually resort to a summary that sounds like a bad Hollywood pitch meeting: "Well, picture what would happen if you put Bobby McFerrin, Tom Lehrer, the Nylons and a pinch of Monty Python in a blender and hit 'puree'."
Freely accessorize any description you settle on with words like "vastly talented," "side-splittingly funny" or "delightfully zany" and you've got The Bobs, who brought their a cappella with an attitude to the Edison Theatre last weekend.
Few other quartets, instrumentless or otherwise, could entertainingly sell songs such as "There's a Nose Ring in My Soup" or "Vapor Carioca" (the latter a tune about chronic flatulence). Nor, one imagines, would many try.
The Bobs put a slight spin even on tamer tunes. "Late Model Love," a sultry walk through the used-car lot of romance (featuring the newest Bob, Lori "Bob" Rivera), and "Mr. Duality," a rap song about a guy with multiple personalities, are reminders this isn't your typical vocal group.
Joe "Bob" Finetti's gift for vocal instrumentation (most notably his electric guitar solo in a cover of "Purple Haze") and goofy stage style are either freakish or genius. With the loose-limbed, leisure-suit clad Finetti, it's a tough call to make. Richard "Bob" Greene's twisted lyrics are only half of the group's appeal. The rest can be chalked up to consummate vocal craft and a real sense of showmanship. Standing ovations are almost a given among St.Louis audiences, but at Saturday's concert, The Bobs' was well-earned.

Brad L. Graham

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