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DAVID SANCHEZ
Biographie

Für David Sanchez begann alles in Puerto Rico, wo er im September 1968 geboren wurde. Schon früh beeindruckten ihn die puerto ricanischen und cubanischen Rhythmen und Percussionsinstrumente. Mit acht Jahren began er die Congas zu spielen, wechselte mit 12 aber zum Saxophon. In seiner Jugend hörte er die unterschiedlichste Musik: Afro-Caribbean (wie z.B. Irakere), Danza - die perkussions-orientierte Folklore aus Puerto Rico - europäische Klassik und unterschiedlichste Latin-Musik.

Zwei Jazzalben, die seine Schwester mit nach Hause brachte, revolutinierten Davids musikalisches Weltbild: zum einem eine Miles Davis Anthology "Basic Miles" mit John Coltrane und zum anderen "Lady in Satin" die 1958er Aufnahme von Billie Holiday mit Streichorchester. Durch diese beiden Schallplatten wurde David Sanchez zu einem wahren Jazzfan. "Mehr und mehr wollte ich Jazz spielen, obwohl ich die Musik damals noch nicht verstand" sagt er heute.

Nach Abschluß der Highschool - La Escola Libra de Musica - schrieb sich Sanchez in Puerto Rico ins College ein, um Psychologie zu studieren, "aber der Musik gehört mein Herz, daher habe ich mich in Berklee und Rutgers beworben. Es wurde dann Rutgers, da sie das bessere Stipendium anboten und erheblich näher bei New York lagen, und das war genau der Platz wo ich sein wollte." In kürzester Zeit traf Sanchez neue Mitstreiter wie Danilo Perez und alte Freunde wie Giovanni Hidlago und Charlie Sepulveda. Diese Zusammenarbeit führte "zu einem Engagement mit Eddie Palmieri, von dem ich wirklich viel lernen konnte. Eddie ist an der Grenze, er ist nicht reiner Latin aber auch kein reiner Jazz, er streckt seine Fühler in alle Richtungen aus, macht sozusagen Weltmusik - jenseits von allen Kategorien. Durch Eddie habe ich viele andere Musiker kennengelernt wie Paquito D’Rivera, Claudio Roditi und dadurch wiederrum Größen wie Dizzy Gillespie."

1990 wurde David Sanchez von Dizzy Gillespie entdeckt und eingeladen in seinem Grammy ausgezeichnetem United Nation Orchestra mitzuspielen. Bis zum zu frühen Tod des Meisters 1992 spielte Sanchez in den unterschiedlichsten Besetzungen seines Mentors. Er war Teil des legendären "Dizzy’s Diamond Jubilee" in New Yorks Blue Note, und wird auch auf der Live-Aufnahme "To Bird With Love" gefeatured. Sanchez, spielte an der Seite der wichtigsten und bekanntesten Jazzstar bei den Gala Tribut Konzerten die in Europa und den USA zu Ehren des 75sten Geburtstags seines Mentors veranstaltet wurden.

Als Gründungsmitglied von Slide Hampton’s JazzMasters - mit denen er immer noch regelmäßig auftritt - konnte er unschätzbare Erfahrungen sammeln. Er spielte mit bekannten Stars wie Kenny Barron, Jimmy Heath, Jerome Richardson, Hank Jones, Ray Drummond, McCoy Tyner, Elvin Jones, Ray Brown uva. 1997 war er auch Mitglied in Roy Hargroves Afro Cuban All Star Projekt "Crisol" und spielte mit Chucho Valdes. Trotzallem gilt sein Hauptinteresse seinem eigenem Quintet, mit dem er seit 1994 weltweit Konzerte gibt.

Vor kurzem wurde David Sanchez in die Top Ten in der Kategorie "Tenor Saxophon" der Down Beat Reader’s Poll gewählt. Für jene, die Sanchez Karriere verfolgt haben oder ihn schon live hören konnten keine große Überraschung.

Mit der Trommel als Basis verwebt David Sanchez die Kulturen von Nord- und Südamerika zu einer farbenfrohen musikalischen Einheit. Sein kräftiger Sound, melodische Vielfalt und rhythmische Artikulation, machen ihn zu einem der ausdrucksstärksten Saxophonisten der neuen Generation. "Ich möchte mit meine kulturellen Wurzeln aus Latein Amerika in Verbindung bleiben. Latin Jazz wurde zwar in den USA kreiert, aber ich bin davon überzeugt, daß wir alle eins sind, Nord Amerika, Süd Amerika, die Karibik. Ich versuche die verschiedenen Einflüsse dieser Regionen in meiner Musik zu verbinden und einen eigene Einheit damit zu schaffen."