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CLAIRE MARTIN
Biographie

Gepriesen als die herausragende britische Stimme der neunziger Jahre, gewann Claire Martin schon mit ihrem '92er Debut Album "The Waiting Game" internationale Anerkennung. Die Zeitung "Times" wählte es sogar unter die besten Alben des Jahres. Der Pianist, Komponist Richard Rodney Bennett beendete den Covertext zu dieser Aufnahme mit dem Ausruf: "Dieses Album haut mich um." Der Sänger und Entertainer Tony Bennett war gleichermaßen begeistert als Claire für ihn auf dem Glasgow International Jazz Festival die Show eröffnete. Die British Jazz Awards Society verlieh ihr die Auszeichnungen "RISING STAR of 1994", "Best Jazz Singer of 1995" und "Best Vocalist 1997".

Geboren in South London steht Claire Martin seit ihrem sechzehnten Lebensjahr als Profi auf der Bühne. Obwohl sie mit der Musik von Sängerinnen wie Anita O'Day aufgewachsen ist und Shirley Horn, Sheila Jordan, Peggy Lee und Ella Fitzgerald zu ihren größten Vorbildern zählt, entwickelte sie schon früh ein Interesse für jegliche Art von Pop-Musik von Rockabilly bis Sting. Ihr Repertoire auf den Aufnahmen und in den Konzerten spiegelt dieses vielseitige Interesse wieder, neben Songs von Harold Arlen und Irvin Berlin kommen Stücke von Stevie Wonder, Phoebe Snow, Sting und Milton Nascimento zu Gehör.

Als Teil der neuen Generation von Jazz Musikern, die besonders auch ein junges Publikum anspricht, kann man Claire regelmäßig in Londoner Clubs wie Ronnie Scott's oder Pizza On The Park hören. Nachdem sie von Linn Records unter Vertrag genommen wurde, hat sie als erstes Album "The Waiting Game" eingespielt. Eine Quintet Aufnahme mit dem Gitarristen Jim Mullen, die unter den bestverkauften Alben des Jahres 1992 war.

Ihr zweites Album "Devil May Care" - eine Mixtur von Originalkompositionen und Stücken von so unterschiedlichen Komponisten wie Noel Coward und Hipster Bob Dorough - wurde 1993 veröffentlicht. Produziert wurde diese Aufnahme von Rick Taylor, den Claire durch ihrer Arbeit mit der Popband Wet Wet Wet in der Royal Albert Hall kennengelernt hat. "On Thin Ice" eine der Nummern die Claire selber geschrieben hat, wurde für den Film "Jack and Sarah" verwendet. Claire sang im Übrigen auch die Erkennungsmelodie für die BBC Comedy-Serie "If You See God, Tell him" und wurde regelmäßiger Gaststar bei Auftritten der BBC Big Band - die mittlerweile einige Claire Martin Stücke in ihr reguläres Programm aufgenommen hat.

Eine entscheidende Wendung ihrer Aufnahmetätigkeiten ergab sich 1994, als sie sich mit ihrem neuen Produzenten Joel Siegel zusammen tat. Das Album "Old Boyfriends" war das erste Produkt dieser Zusammenarbeit. Auch hier war wieder die besondere Mischung zu hören, für die Claire bekannt ist: vom herausfordernden "Partners in Crime" von Rupert Holmes über das sentimentale "Close As Pages In A Book" von Dorothy Fields und Sigmund Romberg bis hin zum Titelstück "Old Boyfriends" von Tom Waits. Mit "Old Boyfriends" kam Claire Martin auf Nummer 2 der Virgin Jazz Charts, und als Debut-Album in den USA wurde diese Aufnahme dort weit über 10.000 mal verkauft.

Im Januar 1995 war Claire zum ersten mal auch live in den USA zu hören. Ihr Debut, vier ausverkaufte Shows im "The Nest" in Washington, D.C., brachte ihr begeisterte Kritiken der Washington Post und des Village Vanguard ein. Im gleichen Jahr gewann sie ihre zweite British Jazz Award Auszeichnung "Best Jazz Singer 1995" und nahm ihr erstes Live-Album mit dem bezeichnenden Titel "Offbeat" im Ronnie Scott's auf.

Die amerikanischen Kritiker - die sich nur zu oft europäischen Künstlern gegenüber indifferent verhalten - waren begeistert von dieser besonderen Sängerin und ihren Erfolgen. Allen voran James Gavin von der New York Times, der schrieb: "In einer Zeit, in der junge Jazz-Sänger nur wie eine Kopie ihrer Vorbilder klingen, kann man die Stimme von Claire Martin nicht verwechseln"

Im November 1995 vertrat Claire Martin die europäische Jazzszene auf dem "RISING STARS" Jazz Circuit, einer Tournee durch Europa die jungen aufstrebenden Künstlern, wie David Sanchez, Diana Krall, Cyrus Chestnut u.a., die Möglichkeit bietet sich einem breiten Publikum zu präsentieren.

Im März 1996 war Claire als Gastvokalistin zu Aufnahmen für die neue CD von Martin Taylor "Years Apart" eingeladen. Bei den Aufnahmen zum Titelstück - für das Claire auch den Text schrieb - sang sie an der Seite von Stephane Grapelli, der später sagte: "Claire Martin is eine wundervolle Künstlerin. Sie kann swingen und hat eine besondere Wärme in ihrer Stimme."

Nach einem Auftritt in der Fernsehshow "Good Morning America" im Frühjahr 1997 kehrte Claire im Oktober des gleichen Jahres nach New York zurück, um ihr neues Album "Make This City Ours" mit Musikern wie Antonio Hart, Greg Hutchinson und Peter Washington aufzunehmen. Das Album wurde zum großartigen Erfolg in Europa und den USA. In der amerikanischen Radio Jazz-Hit Parade, den Gavin Charts, erlangte "Make This City Ours" eine Plazierung in den Top Ten.

Im Herbst 1998 wird das neue Claire Martin Album erwartet, ein vielversprechendes Projekt mit ihrem neuen Produzenten Paul Stacey, dem Keyboarder der Popband OASIS.

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