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to Brad Mehldau
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BRAD MEHLDAU
Biographie
Lange bevor er mit Jazz in Berührung
kam begann Brad Mehldau, wie viele Jazzpianisten der neuen Generation, mit einer
umfassenden klassischen Ausbildung. Mit vier unternahm er die ersten Versuche am Piano,
mit sechs bekam er Klavier-Unterricht. Nach Abschluß der Connecticuts Hall High
School in Hartford - in deren Jazzband Brad spielte - besuchte er die Berklee School of
Music und wurde dort als "Best All Around Musician" ausgezeichnet. Brad
vertiefte danach seine Ausbildung im "Jazz und Zeitgenössische Musik -
Programm" an der New School For Social Research in Manhattan. Dort studierte er u.a.
mit bekannten Pianisten wie Junior Mance, Kenny Werner oder Fred Hersch. Er nahm auch
einen Rhythmik-Kurs bei dem Perkussionisten Jimmy Cobb, der ihn gleich als Pianisten für
sein Quartet "Cobbs Mob" verpflichtete. Durch die Zusammenarbeit mit
seinen Komilitonen hatte Brad schon früh die Möglichkeit in unterschiedlichsten
Besetzungen an Tourneen durch die USA und Europa teilzunehmen. Auch nahm er mehrere Alben
als Sideman auf u.a. Christopher Hollydays "The Natural Moment" und Jesse
Davis "Young At Heart" sowie auch sein Debut für Fresh Sounds "When
I Fall In Love". Auf dem Internationalen Jazz Circuit berühmt wurde er aber durch
seine Kollaboration mit Joshua Redman, mit dem er das Album "MoodSwing" aufnahm
und mehrere USA und Europa Tourneen unternahm.
1995 legte Brad Mehldau sein erstes
Album unter eigenem Namen für Warner Records vor, mit dem bezeichnenden Titel
"Introducing Brad Mehldau". Dieses Album wurde von den Kritikern begeistert
aufgenommen. So schrieb z.B. die Chicago Tribune: "...ein Album dessen Glanzpunkte
durch die Mehldau Original-Kompositionen gesetzt werden. Die Linienführung, die
rhythmische Vielfalt und überraschenden Farben und Dissonanzen... beweisen, daß Mehldau
genauso clever schreibt wie er spielt."
Das zweite Album für Warner "Art
of the Trio, Vol.1" wurde im Februar 1997 veröffentlicht und fand vom ersten Tag an
nur begeisterte Stimmen. In der mit 4 ½ Sternen bewerteten DownBeat Kritik hieß es z.B.:
".. er verwendet Technick nicht um ihrer selbstwillen sondern bewegt sich zwischen
Taktarten, anspruchsvollen Akkordwechseln und freier Tonalität um brilliante Einzelteile
zu einem großen Ganzen zu formen."
Brad Mehldaus klassische Ausbildung
wird nicht nur in seiner Spieltechnik deutlich, sondern vor allem in seinen Kompositionen.
So sagt er über das Stück "Young Werther": "Diese Komposition war das
Ergebnis meiner Studien des klassischen Kontrapunkt. Ich wollte weg von der üblichen
Einzelnotenmelodie mit einem Akkord darunter, wollte mit mehreren Notenlinien die sich
unabhängig bewegen experimentieren. Die ganze Komposition besteht aus nur vier Noten in
unterschiedlichen Zusammensetzungen. Die Idee ein Stück zu schreiben das auf nur sehr
wenig thematischen Material basiert, war eine Herausforderung für mich. Ich hatte diese
Idee als ich mich mit den großen klassischen Komponisten wie Brahms und Beethoven
beschäftigte. Als ich das Stück fertiggestellt hatte, ist mir aufgefallen, daß ich
unbewußt das Vier-Noten-Motiv aus Brahms Piano Capriccio verwendet habe." |