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ALLAN HARRIS
Biographie

In einer Zeit, in der die Musik von aufwendigen Shows und technischen Effekten lebt, ist es erfrischend und beruhigend das die einfache, soulige und swingende Stimme der großen Jazzsänger in jungen Musikern wie Allan Harris weiterlebt. "In Zeiten, in denen die Anzahl an talentierten männlichen Jazzsängern unter sechzig gegen Null geht, ist die Entdeckung von Allan Harris ein Glückstreffer" so Scott Yanow in der "LA Jazz Scene".

Geboren und aufgewachsen in Brooklyn, war Allan Harris von klein auf von Musik umgeben. Seine Mutter war eine klassische Pianistin und seine Tante Opernsängerin, die nebenbei auch ein "Soul-Food" Restaurant in Harlem betrieb. Mit 12 Jahren bekam er klassischen Gitarrenunterricht von Vladimar Bobri - dem President der Classical Guitar Guild. Allan verbrachte einen Großteil seiner Freizeit in dem Restaurant seiner Tante, in dem die Größten des Jazz nach ihren Konzerten vorbeikamen. Allan hörte ihren Erzählungen studenlang gebannt zu. Sonntags nahm ihn seine Mutter immer mit in das legendäre Apollo Theatre - und es war während dieser Zeit, daß Allan sich entschied Musiker zu werden.

Als Allan sechzehn wurde, zog seine Familie nach Pittsburgh. "Pittsburgh hat mich bestärkt. Diese Stadt war wie kaum eine andere ein wahrer Nährboden für Jazzmusiker. Ray Brown, Stanley Turrentine, Art Blakey, George Benson um nur ein paar zu nennen kamen alle aus Pittsburgh. Aber die meisten von ihnen schrieben erst Geschichte, nachdem sie Pittsburgh verlassen hatten. Daher ging ich nach dem College nach Atlanta und sang mit diversen Rhythm and Blues Bands. Es war eine gute Zeit, aber musikalisch brachte sie mich nicht dorthin wo ich wollte." Tony Bennett war der Auschlag für Allan zurück nach New York zu ziehen. Harris sang in der Vorgruppe bei einem Tony Bennett Konzert und was Bennett hörte begeisterte ihn so sehr, daß er Allan Harris regelrecht befahl nach New York zu kommen. Tatsächlich ließ Bennett Harris seinem Appartement in New York wohnen und öffnete viele musikalische Türen für ihn.

Neben Auftritten in der ganzen Welt, arbeitet Allan Harris auch an einigen besonderen Projekten, wie z.B. mit dem Trompeter Jon Faddis und dem Librettisten Lee Breuer an der Jazzoper "LuLu Noir". Die Premiere der Oper fand am 9. Juni 1995 in Philadelphia auf dem Mellon Jazz Festival statt. Die Besetzung der Hauptrollen waren neben Allan Harris die Sänger Jon Hendricks, und Kevin Mahogany sowie der Bassist Milt Hinton.

Bisher hat Allan Harris zwei CDs unter eigenem Namen für Mons Records vorgelegt. Sein Debut Album "It’s A Wonderful World" präsentiert Allan Harris mit einer wahren All-Star Band mit Benny Green am Piano, Mark Whitfield an der Gitarre, dem Schlagzeuger Jeff Hamilton, dem Trompeter Claudio Roditi, Tom Varner am French Horn und der Basslegende Ray Brown. "Die Möglichkeit mit Ray Brown zu singen war einmalig. Was soll ich sagen, Ray Brown ist eine wahre Inspiration, er ist Jazz, er hat mit allen Größen dieser Musik gespielt und hat Jazz-Geschichte geschrieben und natürlich war er der Bassist für Ella Fitzgerald," sagt Allan Harris. Auf dem Nachfolgealbum "Here comes Allan Harris and the Metropole Orchestra" ist er in einer orchestralen Umgebung zu hören.