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| CONCERT REVIEWS | |||||||||||||
| Allan Harris | |||||||||||||
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Mindener Tagblatt, 5. Feb. 1996 |
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Mindener
Tageblatt, 5. Februar 1996 Minden. Ohne Zweifel haben wir es bei Allan Harris mit einem zu tun, der das Zeug hat, einmal ein "Klassiker" zu werden. Es gibt nicht viele männliche Vertreter des Jazz-Gesangs, die das "Great American Songbook" so wundervoll interpretieren. Erinnerungen an Dean Martin oder Sammy Davis jr., Nat King Cole, Frank Sinatra oder Tony Bennet werden wach, wenn nach großen Sängern gesucht wird, die mit ihrem Charme, ihrer ausdrucksvollen Stimme Tausende Zuhörer regelrecht verzauberten. Wie gut, dass es doch noch ein paar junge Sänger gibt, wie den 30jährigen Allan Harris, der am Samstagabend das zweite Konzert der vielversprechenden Jazz-Reihe "Rising Stars" im Jazz Club Minden bestritt. Endlich einer, der ob des schnellen Erfolges keinerlei Zugeständnisse an seine Musik zulässt. Allan Harris weiß, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis ihn das Jazzpublikum international richtig wahrnimmt. Der Grundstein für eine vielversprechende Karriere ist bereits gelegt. Eine deutsche Plattenfirma gab ihm die Chance, mit "It’s A Wonderful World" sein Debüt-Album vorzulegen: 14 weitgehend bewährte Evergreens von Cole Porter, Hoagy Carmichael, Antonio Carlos Jobim, aber auch einige Stücke wie "A Little Bit Scared" oder "Castle Of Love", mit denen Allan Harris sein Mindener Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriß. Allan Harris ist auf dem besten Wege, seinen eigenen Stil zu finden. Mit seinem charmanten Lächeln, seinen blitzenden Augen, die immer den Kontakt zum Publikum suchen, mit seinen selbstironischen Witzeleien erobert er sich die Herzen der Zuhörer. Von seiner wunderbar weichen, warmen und wohlklingenden Stimme ganz zu schweigen. Mit seiner holländischen Rhythmusgruppe brachte er drei ausgezeichnete Musiker mit nach Minden, die seiner eigenen Persönlichkeit und seiner Musik direkt auf den Leib geschneidert scheinen. Zurückhaltend bilden sie eine geschlossene Einheit, die musikalisch keine Wünsche offen ließ. Mit der Jazz-Reihe "Rising Stars" scheint der Jazz Club Minden musikalisch wieder einmal auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Freuen wir uns schon jetzt auf den Ausnahme-Trompeter Nicholas Payton am 2. März und auf das Gesangs-Talent Diana Krall am 6. April.
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